geschrieben Januar 2026

Dienstagmorgen, 13. Januar. Es regnet. 2° Plus. Es hat ein paar Tage zuvor geschneit und es lag sogar noch Schnee, aber es regnet.

Auf dem Weg zum Auto, eigentlich direkt der erste Schritt aufs „Nasse“, ist es dann passiert. Komplett unvorbereitet, ohne Reaktion oder überhaupt Versuch mich abzufangen hat´s mich hin gezwiebelt, aber so richtig. Es war nicht nass, sondern spiegelglatt und damit hab ich überhaupt und gleich gar nicht gerechnet und dementsprechend bin ich dann auch geflogen.

Beim Fliegen hab ich schon bemerkt „jetzt is was hii“.

Kurz gesammelt, aufgestanden und zurück ins Haus gehumpelt.

Knirscht ein bisschen beim Bewegen und dick wurde es. Tat auch weh, also richtig weh. Tape, Eis, IBU und ne Nachricht an einen befreundeten Arzt: „Guten Morgen ☕❄️ Sorrrriiiii für die Störung, aber sag mal: flickt man Bänder im Sprunggelenk noch? Frag für nen Freund 😅“

Kurz darauf klingelt das Telefon. „Bist du der Freund?“ „Ähm, ja!“ „Dich will ich sehen.“ „Gut, dann komm ich heute Nachmittag in die Notfallsprechstunde.“ „Nee, gleich.“ „Ok.“

Schöner kann man einen Bruch auf dem Röntgenbild fast nicht sehen.

Wadenbein gebrochen und nachdem mich der Doc a bisserla kennt, empfiehlt er mir auch eine Operation, auch wenn sowas mittlerweile nicht mehr operiert wird, weil es allein heilen darf.

Ein paar Telefonate später stand fest, dass ich mich im Martha Maria operieren lassen werde. Mit einem hübschen Vacoped und den mitgebrachten Krücken meiner Mama dürfte ich dann auch von dieser abgeholt werden. Mein Auto musste ja von Neumarkt wieder heim.

Der Kopf arbeitet auf Hochtouren, aber dennoch entspannt. Schließlich kann ich es nicht ändern und warum auch immer, hatte ich kein einziges Mal schwarzgesehen.

Zwei Tag nach dem Unfall war ich dann auch schon am Weg ins Martha Maria zur Voruntersuchung, zwar mit Rucksack bewaffnet in der Hoffnung, dass ich gleich da bleiben darf für die OP, aber daraus wurde nichts. Sie wollten mich am Montag, 19. Januar operieren.

„Wenn das Bein an dem Tag nicht ab muss, lass ich mich da ganz sicher nicht operieren!“ Der Arzt verstand mich, weil genau an dem Tag mein Großer sein 4. Geburtstag ist. Also wurde wieder telefoniert und organisiert. Dienstag. Der Tag an dem der Kindergeburtstag geplant war, aber allerweil besser als Montag.

Kindergeburtstag umdisponiert, drum rum alles geplant und dann war ich Dienstagmorgen um 6:30 Uhr im KH. Als 4. sollte ich um 13 Uhr operiert werden. Keine 5 Minuten später auf Station meinte die Schwester: „Oh schön. Sie sind die Erste.“ Dass das dann wirklich so war, hab ich erst geglaubt, als ich um 7 Uhr schon zur OP vorgeschoben wurde.

10 Uhr wach. 13 Uhr wurde ich schon abgeholt und arbeite ab Minute 1 an meiner Genesung.

Ich beweg mich so, dass ich keine Belastung auf dem linken Fuß habe, aber ich beweg mich. Ist ja schließlich nur der Fuß kaputt, der Rest funktioniert noch einwandfrei und um ehrlich zu sein hab ich keine Lust auf ein so zähes Comeback zum Sport wie in meiner ersten SS. Routinen kann und darf man beibehalten, nur eben halt modifizierter. Der Fokus liegt jetzt erstmal auf dem Heilen und auf die nächste Untersuchung mit röntgen, wo man alles wieder neu überdenken kann und bis dahin: geht scho – gemma und zwar so, wie ich es schreibe: positiv, weil ich ganz fest daran glaube, dass das allein schon der Schlüssel zu einer schnellen Genesung ist!

Warum ich das ganze jetzt schreibe?

Weil ich gerne ein Stück in die richtige Richtung schupsen möchte, dass mit guter und optimistischen Mindset alles viel leichter geht. Das Leben hat dein Leben eh schon geschrieben und es ist alles gut so wie es ist. Man muss es nur akzeptieren und das positive darin sehen!

Lass also dir die Sonne ins Gesicht seinen…