Erst die Pflicht und dann die Kür. Oder: Glück ist…

geschrieben Dezember 2016

Da wie immer die To-Do-Liste nicht abreisen wollte, kam ich auch nicht wie geplant am Donnerstag, 8.Dezember weg, sondern erst um 21:30 Uhr in Ramsau an. Es war aber immerhin ein Versuch wert, mal zeitiger loszuwollen! So ging es dann auch schon fast direkt nach meiner Anreise ins Bett um ausgeschlafen für den 1.Tag zu sein.

Am ersten Morgen gab es erstmal einen Kaffee und dann ging es bei strahlend blauen Himmel direkt zu den Unterlagen abholen im Veranstaltungszentrum von Ramsau. Da habe ich dann meinen Beutel bekommen mit einer sehr schicken Mütze, Infomaterial über Ramsau und meine Karte. Die Karte für die ich überall auf den Loipen unterwegs sein darf, Zutritt zur Opening Party am Samstag und eben auch an den sportartspezifischen Trainingseinheiten die ich Freitag und Samstag gebucht habe bei Claudia Nystad geb. Künzel und ihrem Mann Trond. Dann kam auch schon Birgit, eine alte Freundin von der Triathlon-Ausbildung, und wir sind gemeinsam ins Hotel gefahren. Nach ihrem Einchecken gab es auch noch ein kleines Frühstück, bevor wir uns auf dem Weg zum Laufen machten. Der Name war Programm: weil einen Weg gab es nicht. Quer über´s Geröllfeld sind wir dann durch die Latschen irgendwie unterhalb vom Dachstein entlang. Nach 2 h haben wir dann auch endlich einen laufbaren Weg gefunden und sind zurück ins Hotel. Bei einer kurzen Pause zum Essen und umziehen ging es dann auch direkt das erste Mal auf die Loipe mit den klassischen Skiern. Da habe ich dann auch Steffi mit ihren drei Kindern auf der Loipe gesehen. Was für eine Freude, wenn man am Tag zuvor erfährt, wer noch alles da ist die man kennt! Gut 6 km auf einer sehr vollen Spur und dem ersten Schneekontakt nach einer gefühlten Ewigkeit, ging es noch auf einen Café mit Thomas (Schwimmtrainer-Kollege) und seiner Emma, bevor ich bei Claudia ihrem Zirkel schwitzen durfte. Birgit ging in der Zeit schwimmen. Zur Feier des Tages haben wir bei Thomas und seiner Familie im Hotel Abend gegessen und nochmal auf meinen Ehrentag angestoßen. Was für ein ereignisreicher Tag!

Am nächsten Morgen gab es direkt um 7:30 Uhr Frühstück um danach direkt eine von Birgit´s gefundener Strecke zur Südwandhütte zu laufen! Es war eine geniale Runde von 16 km mit 1000 hm am Dachstein-Kircherl vorbei, über die Austriahütte bis zur Südwandhütte. Sonne satt und einer strahlend blauer Himmel waren eigentlich zu viel des guten mitten im Dezember in den Bergen. Ziemlich surreal. Nach einer Stärkung ging es, wie auch am 1.Tag schon, auf die Loipe. Klassisch auf einer schon zerstörten Loipe. Viel Freude hatten wir diesmal nicht, aber 5 km gingen schon. Zwar eher schlecht als recht, aber wegen dem Langlaufen war ich ja eigentlich nach Ramsau gefahren. Birgit hat sich dann um 15 Uhr auf den Heimweg gemacht und ich brauchte nochmal einen Café bevor es zum Training mit Trond ging. Nicht so schweißtreibend wie am Tag zuvor, aber dennoch Kräfte zehrend war das Training. Kurz Augenpflege im Hotel geübt, um danach ne ½ h mit mir zu hadern, ob ich auf diese Opening Party gehe. Dick eingemummelt bin ich dann doch noch zur Waldschenke und da dann festzustellen: drinnen. Die Opening Party ist drinnen und ich angezogen wie bei -10°. Gut, dann halt mal gucken. Ein paar Schichten weniger war dann die Verkündung zur Verlosung. Was? Wie? Hab ich wohl irgendwie nicht mitbekommen, aber nachdem es hieß sie haben das Losverfahren geändert und es sind jetzt alle im Los Topf die beim Langlauf-Opening angemeldet sind, wartete ich halt mal. Das Wasser lief mir eh schon den Rücken runter, Sitzplatz hab ich auch keinen und was Besseres ist mir auch nicht eingefallen, was ich noch hätte machen können. 42 Preise wurden verlost. Von LL-Skiern über Stöcke, Wachs, Brillen, Trinkgürtel bis hin zu gefüllten Taschen von Fischer. „Eine Tasche bunt gefüllt geht an Nadine Wolff!“ *wuhuuuuuuu! Ich hab was gewonnen! Und was alles. Der Wahnsinn was die Tasche alles so in sich hatte. Überschuhe, Mützen, One Way BrillEN (2 Stück!) T-Shirt, Wachs, Trinkgürtel…alles, was ein Langläuferinnen-Herz höher schlagen lässt. Darauf hab ich mir dann doch einen weißen Spritzer bestellt! Und auf einmal reden auch die, die um einen stehen mit einem…mit einem breiten Grinsen bin ich dann zurück ins Hotel und hab die Tasche nochmal komplett umgekrempelt. PERFEKT! Das WE hat sich mehr als gelohnt.

Am nächsten Morgen ging es nachdem Frühstücken direkt auf die Loipe. Erst klassisch und dann noch skaten. So der Plan. Nach einer Runde Klassisch war aber dann auch gut und ich wollte mich auf dem Heimweg machen. Beide Skier noch frisch wachsen lassen gegen einen Cappuccino und dann noch eben Thomas mit Family besucht um Tschüss zu sagen.

Unter´m Strich zwar doch unspektakulär, aber es hat sich definitiv gelohnt. Warum? Wegen alter Freunde, traumhaften Wetter, die Berge, dem Leben…

Ach ja, eine Tasche voll Arbeit hatte ich mal sicherheitshalber mitgenommen. Aber da blieb sie auch, die Arbeit. Und es tat so verdammt gut!

„Glück ist, wenn der Verstand tanzt, das Herz atmet und die Augen lieben.“

…zu den Bildern 📸 geht´s hier lang!