Halbjahresbilanz, oder: mein Tag X der Socialman

geschrieben im Juli 2016

Das 2. Mal in Folge startete ich nun beim Socialman in 🇦🇹

Letztes Jahr einfach so und Just for Fun und ohne Happy End am Großglockner, weil ich mich verkoffert hab und dieses Jahr ebenfalls wieder Just for Fun und wieder ohne Happy End am Großglockner, weil der Veranstalter wegen Gewitter ⛈ das Ziel verlegt hat. ABER: Sicherheit geht vor! Und solch eine Entscheidung ist als Veranstalter nie einfach! Das kann ich nachvollziehen.

ABER, von vorne…

Nachdem direkt nach meiner Anmeldung für 2016 auch mein Supporter Michael zugesagt hat, stand meiner Teilnahme und dem Zieleinlauf am Großglockner nichts mehr im Wege. Abgesehen davon, dass ich dieses Mal einfach definitiv spezifischer drauf hin trainiere.

So war zumindest der Plan…und wer weiß was mit einem Plan ist, weiß auch, dass es außer Plan 🅰, auch noch Plan 🅱 🔠… gibt und das Pläne sowieso nur dazu da sind, um sie zu ändern, oder ändern zu lassen.

Also hieß es im Januar, Februar erst mal alle RTF-Touren 🚴 zusammen zu suchen um zu sehen, was ich wo noch unter bekomme. Dazu dann noch das Stadtradeln, was mal 3 Wochen tägliches Fahren mit Rad etliche Rad-KM dazu bringen sollte…sollte!

Schwimmen 🏊 sollte auch intensiviert werden, u.a mit der 100x 100 Challenge (Bericht hierzu folgt auch noch), die ich erfolgreich absolviert habe.

Das einige RTF-Touren auf schon fest verplante Sonntage vielen, machte es mir zwar nicht leichter, aber dann sucht man sich halt ein bisschen was „Anderes“. Den Lupburger-Radmarathon halt über 206 km. Plan 🅰 ging nicht auf, weil es so zum Schütten 💦💦 anfing, das es sinnvoller war, nach 80 km die Tour zu beenden. Dann halt Plan 🅱. Nur da hatte ich keinen…zumindest in dem Moment nicht 😅

Bei einer RTF ging nach hinten raus die Zeit aus und musste auch hier früher als geplant aufhören.

Wobei es alles mit der 1.RTF-Tour in Neumarkt „ungünstig“ begonnen hat. Hoch motiviert und 500 ml Blut weniger vom Blutspenden 💉 2 Tage zuvor, stand ich bei strömenden Dauerregen 💦💦 in Neumarkt am Start und bin brav meine geplante Tour zum Saisonauftakt geradelt. Nur doof, dass auch mein Körper bei dem aktuellen Trainingsstand, den Witterungen und dem Zeitdruck mir nicht mehr so gehorchen wollte und ich mir damit eine fette Erkältung eingefangen habe

Somit hieß es dann erstmal Füße still halten und aussitzen. Alles andere lindert zwar die Beschwerden, aber wirklich verkürzt wird die Zeit auch nicht wirklich. „7 Tage mit Medikamenten und ohne 1 Woche“ wobei Oma’s Aussage: 3 Tage kommen, 3 stehen, 3 gehen immer noch am ehesten zusagt.

So sah es dann bis zum Stadtradeln ziemlich mau mit meinen km aus, außer die Challenge Runde über knapp 100 km die ich ja als Veranstalter mit durfte *YEAH 😅

Das Stadtradeln hat auch nicht so laufen sollen wie geplant. Zeitdruck unter Tage, die mir keinen Spielraum zum Rad fahren auf den Weg zu meinen Arbeitsorten zuließen und dazu noch das tolle Wetter 😥😤😒

Dafür lief das Laufen umso besser und ich konnte mich hier, wenn auch nicht ganz so arg lange Läufe dabei waren, verbessern. Auch Dank meiner Mum, die ab März als die Temperaturen auf dem Rad erträglicher wurden, mich immer wieder mittwochs mit ihrem roten Ferrari begleitet und so zu Höchstleistungen anspornte 😜😘

La Bonita 🏔🗾 La Palma im März war gespickt mit 205 km 5800 hm im Aufstieg & 6400 hm im Abstieg verteilt auf 18 Trainingseinheiten in 27 Stunden.

Der Ötscher Ultra Anfang Juni über 70 km mit 2650 hm verteilt auf 2 Tagen war dann der Test, den ich erfolgreich inkl. Verlaufen gefinisht habe und am Schluss unerwartet den 3.Platz meiner AK belegte. Wie dieser lief, könnt ihr hier nachlesen „Seelenbalsam-WE im Mostviertel

Das waren so im Groben meine Vorbereitungen mit diese ich am Samstag den 2. Juli um 5:30 Uhr Uhr beim Socialman gestartet bin. Die Anreise am Freitag war zwar länger als geplant, da in 🇦🇹 die Ferien begonnen haben, aber auch sehr entspannt. Michael und ich haben uns zum Fahren mal abgewechselt, sodass jeder mal kurz ein kurzes Nickerchen machen konnte 😴. Wir kamen direkt zum Briefing an danach gab es Pasta und Kaiserschmarrn, ebenso das Treffen meines Supporters Peter und Michaels Staffel Kollegen. Danach ging es auch schon ins Hotel wo wir unser Zimmer bezogen. Um 22 Uhr war dann auch schon Zapfenstreich ✨💤

Mein Wecker klingelte um 3:50 Uhr. Mein Frühstück bestand aus zwei Tassen ☕. Danach kurz fertig machen für den Start.

Um 5:15 Uhr, also 15 min vor dem Start, kamen wir am Grundlsee an und dann ging es schnell: Neo anziehen, Mütze auf, Startnummer auf den Handrücken schreiben lassen und ab ins Wasser.

Pünktlich um 5:30 Uhr war der Startschuss mit der Ansage 5000 m diese Richtung. Das Schwimmen lief unproblematisch bis auf das es mich teilweise im Wasser richtig gebeutelt hat, weil es mich so gefroren hat. Dieses Jahr war der Zulauf wohl etwas kälter als letztes Jahr.

Nach einer 1:37 h stieg ich aus dem Wasser stark zitternd und hatte dementsprechend Probleme. Demnach hat der Wechsel etwas länger gedauert weil ich mich nicht anziehen konnte. Am Abend habe ich erfahren, dass einige gar nicht glaubten dass ich noch auf’s Rad steige. Wobei mir diese Option nicht mal in den Sinn kam. Michael ist 2 Minuten bevor ich aus dem Wasser stieg los.

Für mich begann nun der längste Teil. Immer mit dem Gedanken: treten…einfach nur Schub – Druck – Zug…einfach nur TRETEN. Wichtig war mir, dass ich meine Pausen dieses Jahr kürzer halte. Nach 63 km gab es für mich das erste allin zum Frühstück, bevor es zur Postalm hochging. 17 km mit 775 hm. Unterwegs brauchte ich dann eine Banane, weil das was ich so in meiner Flasche hatte, sich mit meinem Magen nicht vertrage kann, ich glaube aber einfach das sich der Rettichsalat von der Pasta-Party mit dem ISO nicht vertragen haben 😣. Peter, mein Supporter, hat sich auch direkt auf dem Weg gemacht mir eine Banane zu organisieren, die er mir dann entgegen gefahren hat. So war der Anstieg zur Postalm auch sehr kurzweilig, war ja schließlich außer mit treten, mit 🍌 essen beschäftigt. Oben an der Postalm gab es das nächste allin und die erste lange steile Abfahrt wartete auf mich. 12 km mit 750 hm. Über das Navi gucke ich mir die Kurven an um zu wissen wie ich die nächste Kurve anfahren musste. Und so waren dann die Abfahrten für mich ein Heidenspass und ich konnte die Bremsen schonen bevor es dann zum 2. Berg dem Dientner Sattel steil, lang und heiß n´auf ging. 18 km mit 800 hm und Steigungen bis zu 22%. Zwischendurch kurz eine Salztabletten und eine 🍌 und so habe ich mich auf den höchsten Punkt des Rennens hochgezogen. Peter hat ganze Arbeit geleistet den, wenn er nicht irgendwo rum lag um meinen Weg bildlich 📸 festzuhalten, ist er mir entgegen gelaufen am Berg und neben mir wieder hoch, hat mir kaltes Wasser aus dem Bach geholt (er hat sicher sein Leben riskiert) zum Kühlen. Schon banal ich trete und er läuft…aber laufen dürfte ich heute auch noch!

Nach dem Dientner Sattel ging es wieder lange bergab und ich konnte das Rad wieder rollen lassen. Dann stand die erste längere Pause an wo ich auch den Helm abnahm (das habe ich letztes Jahr bei JEDER Pause gemacht) und mich hinsetzte. Aber irgendwie hat mein Hintern den Sattel in der kurzen Pause direkt vermisst 😝 Kurz darauf stand auch schon der letzte und deshalb auch böseste Anstieg bevor. Kurz bevor es hochging war dann auch mein eigentlicher Supporter Michael da um mich mit anzufeuern. Danke dir dafür! Für mich eine Genugtuung zu wissen, dass auch er auf dieser Strecke zu kämpfen hatte und Körner lassen musste.

Und wie könnte es anders sein auf den letzten km?! Richtig, es hat so geschüttet 💦💦 das ich in Null,nix klatschnass war 😤

50 Minuten schneller als letztes Jahr nach 9:07 h fuhr ich in die Wechselzonen. Nach einem Freudentanz war mir trotzdem nicht, dafür war ich einfach zu nass. Stinkig lief ich an allen vorbei um mich komplett umzuziehen, bevor ich auf die Laufstrecke bin. Mit Regenponcho bewaffnet lief ich dann los. Vorher habe ich noch erfahren, dass der Zieleinlauf nicht am Großglockner ist, weil es wegen Gewitter ⛈ zu gefährlich war.*kurzerGedankencocktail*

Gemächlich trabte ich los und trank erstmal ein allin und verdrückte eine Packung Jelly Bellys, natürlich farblich sortiert und der Reihe nach 😂. Den Regenponcho konnte ich dann auch bei der Gelegenheit wieder ausziehen, die Sonne brennt nämlich wieder. Leicht profiliert ging die Strecke Richtung Fleckwiese wo auch dann der Zieleinlauf war. Allerdings ging es erst von der Fleckwiese die eigentliche Strecke 6 km hoch zum Tauernhaus und dann wieder exakt diese 6 km runter zurück zur Fleckwiese. *kurzerGedankenblitz*

Michael kam mir entgegen und lief gemeinsam mit mir 4 km bis zur Fleckwiese. Für mich war da schon klar, dass ich nicht zum Tauernhaus hochlaufen werde, nicht weil ich keine Lust hatte zum Laufen, sondern weil ich es schlichtweg nicht leiden kann eine Strecke zweimal zu laufen das ist Höchststrafe für mich!!! Wer mich kennt, der weiß das!

An der Fleckwiese angekommen wurde ich mit einer La-Ola-Welle begrüßt und finishte 🏁 so für mich den Socialman 2.0 mit wie immer einem breiten Grinsen & mega zufrieden 😍

Schlussendlich war es die beste Entscheidung, weil es kurz darauf stark zu regnen begonnen hat.

In Bruck, liegt auf dem Weg zu unserem Hotel, war sogar Dorffest und wir fanden bei einem Inder, der italienisches auf der Karte hatte, etwas Passendes. Wenn auch etwas klein die Portionen. Als Nachspeise gab es dann an einem Stand vom Dorffest Belgische Waffeln. Regeneration LÄUFT! Den langen Weg zum Großglockner habe ich dann Augenpflege betrieben. War ja eh schon finster. Angekommen in unserem Hotel im Wallackhaus ging es dann auch direkt unter die Dusche und Michael vor den Fernseher um das Deutschlandspiel anzugucken. Pünktlich zur Halbzeit habe ich ihm dann das Bad überlassen. Ich ging dann noch nach unten um etwas mit den anderen zu quatschen nebenbei liefen schon die ersten Videos am Fernseher von dem heutigen Rennen.

Nach einer entspannten Nacht wurde erstmal kräftig gefrühstückt, hatte Kohldampf. Das Wetter war nicht so wie vorhergesagt und damit auch die Bilder am Großglockner nicht ganz so toll wie letztes Jahr bei Sonnenschein, was aber nicht heißt, dass es weniger schön war. Dann ging es auch schon wieder Richtung Heimat…mit Stop zum Mittagessen und 2 Eis-Stopps 😁🍦🍨

Fazit: auch wenn ich dieses Mal nicht am Hochtor angekommen bin, war es für mich eine wunderschöne Veranstaltung, die jeden an seine Grenzen bringt und sogar ein Stückchen darüber hinaus, mit sehr beeindruckenden Athleten & Supportern und einem sensationellem Orga-TEAM!

Ob ich wiederkomme? Das lasse ich offen…☺

Sicher ist, dass es für mich ein perfektes 1.Halbjahr war mit sehr vielen Höhen und noch weniger Tiefen, auch wenn ich wieder an meine Grenzen angekommen bin.

Fakt: das 2. Halbjahr wird ebenso spannend und aufregend, dass ich als „Sporty-Wölffchen“ mit 35 cm weniger am Kopf & mit leuchtenden Augen entgegen sehe!

Bis dahin, bleibt sportlich & in Bewegung – eure Leitwölffin Nadine 💋

P.S: Danke an: Michael, meinen „alten“ Supporter  | Peter meinen „neuen“ Supporter | meinem Sponsor Puma | allin für die perfekte Wettkampfnahrung, von der ich mich dieses Mal ausschließlich ernährt habe und mir an nichts fehlte und natürlich Radsport Duschl Inh. Christoph Schwerdt für die geniale Übersetzung!

…zu den Bildern 📸 geht´s hier lang


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