Die mentalen DOs und DON’Ts für bessere Laufleistungen

Einfach drauflos zu laufen, dabei die Bewegung und Natur zu genießen, ist etwas Wunderbares. Wer seine Laufleistung kontinuierlich steigern will, braucht aber einen Plan und das entsprechende mentale Rüstzeug, um diesen auch langfristig durchzuziehen. Denn der Weg zum Erfolg und zum Misserfolg ist bis zu einem gewissen Grad der gleiche.

DO
Überlege dir ein konkretes Ziel, das du erreichen möchtest, und erstelle einen realistischen (Zeit-)Plan. Um deinen Status quo zu ermitteln und Vergleichswerte für später zu haben, macht es Sinn, eine Leistungsdiagnose zu absolvieren. Bei dieser erhältst du neben Erkenntnissen über deinen Fitness-Zustand konkrete Anleitungen, wie du dich gezielt verbessern kannst, und worauf du insbesondere Wert legen solltest. Gegen Unsicherheiten hilft zudem ein Date mit einem professionellen Trainer.

Spitzenleistungen bzw. persönliche Erfolge sind in den seltensten Fällen Zufallsprodukte – beginne dein Vorhaben also stets mit einer klaren Vorstellung von dem, was du erreichen möchtest. Das bedeutet natürlich nicht, dass sich langfristig deine Zielsetzung nicht verschieben kann.

DON’T
Vergiss nicht darauf, deine Fortschritte zu dokumentieren. Denn auch wenn Trainingserfolge kurzfristig nicht immer leicht zu erkennen sind, summieren sie sich langfristig zu herzeigbaren Ergebnissen. Tust du dies nicht, ist die Wahrscheinlichkeit, sich durch kleine Rückschritte entmutigen zu lassen um ein Vielfaches höher. Plateaus lassen sich durchbrechen und sind absolut kein Grund, das Handtuch zu werfen.

Übrigens: Wer sich fixe Trainingstermine notiert und damit quasi physisch greifbar macht, neigt auch bei gröberer Unlust eher dazu, die Einheit trotz Widerwillen zu absolvieren.

DO
Plane langfristig, bleib dabei aber flexibel! Natürlich sollte man das Training ernst nehmen, trotzdem die Lockerheit nicht verlieren. Läuft es einmal nicht nach Plan, ist das kein Weltuntergang. In schwierigen Situation offenbart sich die wahre Einstellung eines Läufers – wer eigentlich keine Lust aufs Training hat, dem ist jede Gelegenheit recht, um abzubrechen. Motivierte Sportler geben dem Ärger nicht viel Platz und haben einen Plan B.

DON’T
Halte nicht unnötig an alten Gewohnheiten fest, die dich vom Erreichen deines Ziels abhalten, sondern lerne aus deinen Fehlern – sei dabei aber nicht überkritisch. Wenn etwas (für dich) nicht funktioniert, bleibe positiv und nimm die entsprechenden Korrekturen vor. Oft weiß man selbst am besten, was | wann | warum nicht optimal gelaufen ist – versuche stets ehrlich zu dir selbst zu sein und Veränderungen nicht von vornherein abzulehnen.

DO
Umgib dich mit Menschen, die dich bei deinen Zielen unterstützen. Gerade Laufanfänger profitieren ungemein von der Dynamik einer gut gelaunten Gruppe. Schnapp dir einen Trainingspartner und sorge dafür, dass ihr euch gegenseitig zum Besseren motiviert. Auf diese Weise wirst du dich von Außenstehenden weniger bis gar nicht verunsichern lassen.

DON’T
Höre niemals auf, dir neues Wissen anzueignen! Natürlich sollten Trainingspläne und -methoden nicht ständig gewechselt werden, je mehr Hintergrundwissen du aber sammelst, desto eher wirst du intuitiv das Richtige tun. Kein Athlet der Welt ist allwissend – „trial and error“ gehört auch bei den Profis dazu. Wichtig ist vor allem, dass du deinen Körper so gut wie möglich kennenlernst.

DO
Gönn dir was! Hast du ein respektables Zwischenziel erreicht, kannst du dich auch schon mal selbst belohnen (sofern das Erreichen dieses Ziels nicht schon Belohnung genug ist). Neues Equipment oder ein spannender Laufurlaub auch mal mit alternativen Sportarten beim Wintertrainings-Camp können massiven Einfluss auf deine Motivation ausüben. Wenn du den Lohn deiner Anstrengung am eigenen Leib spürst, konditionierst du dich auf diese Weise selbst hin zum Erfolg.

Quelle: Sportaktiv

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