Leistungsfähigkeit braucht keine Nahrungsergänzungsmittel

Die NADA Austria informiert

„MaxFun und die Nationale Anti-Doping Agentur „NADA Austria“ setzen sich gemeinsam für sauberen Sport ein und hinterfragen die Notwendigkeit von Nahrungsergänzungsmittel für die Leistungsfähigkeit. Vor allem im Breiten-, Freizeit- und Fitnesssport erfreuen sich leistungssteigernde Mittel leider einer steigenden Beliebtheit und werden unüberlegt und ohne Fachberatung zu häufig eingenommen.“

Einer Studie nach, die gemeinsam von der österreichischen Anti-Doping Agentur NADA Austria mit der Uni Wien verfasst wurde, vertreten über 80 Prozent von 350 österreichischen Top-Athleten und Athletinnen die Meinung, dass Nahrungsergänzungsmittel nicht für eine Leistungssteigerung notwendig sind.

Schon im Kindesalter wird propagiert, dass die Einnahme von homöopathischen oder anderen Mittel etwaige Prüfungsangst, Verkühlung oder Unkonzentriertheit mildert. Diese Weisheit bleibt bis ins Erwachsenalter und die Folgen zeigen eine aktuelle Studie der deutschen Verbraucherzentrale, in der mehr als die Hälfte von 1.000 Befragten behauptet, dass Nahrungsergänzungsmittel wichtig für ihre Leistungsfähigkeit seien.

Das Ergebnis ist alarmierend: Ein Drittel der Hobbysportler gibt an, Supplemente oder ähnliche Lebensmittelprodukte im letzten halben Jahr konsumiert zu haben – ohne jegliche medizinische Indikation oder einen fachmännische Beratung eingeholt zu haben.

Was nur wenige wissen, dass eine unüberlegte Einnahme nur teuren, mit Vitaminen und Wirkstoffen angereicherter Harn produziert. Sämtliche Substanzen, die der Körper mangels Notwendigkeit nicht aufnehmen kann, werden ohne Umwege wieder ausgeschieden. Dies bedeutet aber nicht, dass Nahrungsergänzungsmittel harmlos sind, ganz im Gegenteil: So manche Stoffe oder Kombinationen können die Gesundheit sogar massiv schädigen.
Von der rechtlichen Seite her werden Nahrungsergänzungsmittel laut Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz als Lebensmittel eingestuft. Da sie aber von der Werbeindustrie wie Medikamente beworben werden, wird den Konsumenten eine Produktsicherheit vorgespielt, welche so nicht besteht. Es gibt keine klaren Regeln und Standards für die Herstellung, Zusammensetzung und Dosierung.

Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Studien, die ausdrücklich darauf hinweisen, dass alle Vitamine und Mineralstoffe, die ein Sportler für seine Leistungsfähigkeit benötigt, über eine natürliche, ausgewogene Ernährung aufgenommen werden können. Von den Herstellern werden diese Ergebnisse  gerne ignoriert und das Angebot an Nahrungsergänzungsmittel mit Mineralstoffen oder Vitaminen steigt stetig an. Die Produkte sind in Supermärkten, Drogerien, Apotheken und im Internet schnell und leicht erhältlich, eine persönliche Beratung durch einen Spezialisten ist gar nicht vorgesehen.

Vor allem bei Präparaten aus dem Internet ist Vorsicht geboten. Neben dem Risiko von Verunreinigungen besteht auch die Wahrscheinlichkeit, dass die ausgelieferten Produkte unter unhygienischen Bedingungen gefälscht wurden. Stammen die Produkte von unseriösen Online-Quellen ist Gefahr groß, dass verbotene Substanzen wie Prohormone, anabole Steroide oder Stimulanzien beigemengt wurden.
Leistungssportler riskieren neben ihrer Gesundheit damit auch, bei einer Dopingkontrolle positiv getestet zu werden und eine Sperre auszufassen. Zumindest die gesundheitlichen Gefahren bleiben auch für den Hobbysportler bestehen.“

Sicherheit
Wer auf Nummer Sicher gehen will, der sollte sich zuerst bei einem Spezialisten Rat holen und den tatsächlichen Bedarf bestimmen lassen. Auch der Kauf der empfohlenen Produkte sollte nur bei vertrauenswürdigen Quellen erfolgen. Leistungssportler finden auf den Webseiten Nada und der Kölnerliste eine Hilfestellung, um auf Dopingsubstanzen getestete Produkte zu finden.

Quelle: Maxfun

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